Zirkeltraining in Hofgeismar
Am Samstag fand ein Zirkeltraining der besonderen Art statt. Unter der Organisation des Kreisfeuerwehrverband Hofgeismar wurden fünf Einsatzszenarien in Hofgeismar sowie dem Ortsteil Hombressen ausgearbeitet. Diese wurden von Kameradinnen und Kameraden verschiedener Ortsfeuerwehren betreut. Weiterhin waren an einigen Stationen Beobachter aus dem Rettungsdienst anwesend.
Nach einer Begrüßung am Gerätehaus in Hofgeismar ging es für unsere fünf Einsatzkräfte mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug unter Alarmbedingungen mit Blaulicht und Martinshorn zum ersten Einsatzauftrag nach Hombressen. Hier sollte ein Angler in einem Teich feststecken. Letztlich war es ein Kamerad der DLRG, der Mitten im Teich trieb. Nach einer kurzen Einweisung ließen wir das vor Ort befindliche Schlauchboot zu Wasser und brachten den „Angler“ an Land.
Unser nächster Einsatzauftrag führte uns zurück nach Hofgeismar. Neben dem dortigen Gerätehaus war auf einem großen Parkplatz eine „Person“ unter einem Absetzcontainer eingeklemmt. Eine Augenzeugin des Unfalls winkte uns herbei. Neben der Betreuung der Augenzeugin (die später auch unter Schock zusammenbrach und einen Aspekt der Übung abbildete) war für uns die Rettung der „Person“ unter dem Absetzcontainer Hauptziel des Szenarios. Wir sicherten den Container gegen Wegrollen und hoben diesen dann mittels zweier Hebekissen an. Durch ständiges Unterbauen mit unserem Rüstmaterial sicherten wir die Hubbewegungen ab. Als wir den Dummy dann unter dem Container wegziehen konnten, war die Übung beendet.
Das nächste Szenario wartete in einer Schule in Hofgeismar auf uns. Bei der häufig vorkommenden Alarmierung „F-BMA“, also Auslösung einer Brandmeldeanlage, haben wir schon immer bestimmte Szenarien im Kopf. Diese Übungslage entwickelte sich aber zu einer Personenrettung nach Schnittverletzung mit stark blutender Wunde.
Bei der Erkundung des Bereiches am ausgelösten Handruckmelder fand unser Gruppenführer die Person vor, die in einem Raum lag und blutete. Unser Angriffstrupp blieb bei der Person, während der Gruppenführer das Hilfeleistungslöschfahrzeug auf den Schulhof dirigierte. Unsere zwei auf dem Fahrzeug verbliebenen Einsatzkräfte gingen dann mit unserem Rettungsbrett und dem Notfallrucksack ebenfalls zur Person in das 1. Obergeschoss vor. Neben der Versorgung der blutenden Wunde kümmerten wir uns den Erhalt der Kreislauffunktionen. Als die Person reanimationspflichtig wurde, wurde die Übung beendet. Bei der Nachbesprechung hat sich gezeigt, dass wir nicht direkt die richtigen Entscheidungen getroffen bzw. die Situation falsch eingeschätzt haben.
Um 12 Uhr folgte dann das Mittagessen im Gerätehaus Hofgeismar, welches durch einen Betreuungszug des DRK zubereitet wurde.
Gegen 13 Uhr bekamen wir mit einer Alarmierung zu einem Kleineinsatz mit Menschenleben in Gefahr unseren nächsten Auftrag. Hierfür ging es einmal quer durch Hofgeismar ins Gewerbegebiet. Wir befuhren einen Betriebshof und hielten mittig auf diesem an. Der Gruppenführer stellte dann bei der Erkundung fest, dass in einer Garage eine Person auf dem Boden lag und sich eine Flüssigkeit um diese herum befand. Und schon standen wir mitten in einer Gefahrstofflage und nahmen an, dass wir und unser Fahrzeug kontaminiert sind. Da wir nur mit unserem Hilfeleistungslöschfahrzeug bei so einer Einsatzlage nicht viel machen können, führten wir lediglich Grundtätigkeiten aus. Wir sperrten die Zufahrt zum Betrieb ab, retteten unter schwerem Atemschutz die Person und bauten eine schnelle Notdekontaminationsstelle auf. Der Gruppenführer forderte dann Spezialkräfte an.
Nach der Übungsnachbesprechung wurden wir dann zu unserem letzten Auftrag geschickt. Auf einem Bauernhof sollte eine Maschine brennen. Als Komponente sollte bei dieser Übung auch eine Wasserentnahme aus einem Bach enthalten sein. Während unser Angriffstrupp ein C-Rohr vornahm, um mit der Brandbekämpfung zu beginnen, versuchten unsere Maschinistin, der Gruppenführer und der Melder die Wasserentnahme über die Fahrzeugpumpe aufzubauen. Aufgrund der Böschung und der Entfernung bis zum Bach wurde dies verworfen. Wir entschieden uns dann, eine große Tauchpumpe als Wasserentnahmepumpe zu verwenden und damit unser Hilfeleistungslöschfahrzeug zu speisen.
Nach der Übung füllten wir unseren Wassertank wieder auf und traten den Rückweg zum Gerätehaus Hofgeismar an. Nach der Abschlussbesprechung fuhren wir nach rund acht Stunden wieder zu unserem heimischen Stützpunkt. Hier tauschten wir noch die benutzten Schläuche aus und machten das Fahrzeug einsatzbereit.
Fotoserien
20260905_Zirkeltraining_HOG (SA, 05. September 2026)








Weitere Informationen
Veröffentlichung
Bild zur Meldung
Weitere Meldungen

Übungsdienst der Katastrophenschutzeinheit 14. Löschzug des LK Kassel
Mo, 07. September 2026

Teilnahme Lehrgang Truppmann Teil 1
Sa, 29. August 2026







