Einsatz "Brand in Gebäude mit Menschenleben in Gefahr"
Wir wurden am 25. März 2026 um 22:51 Uhr zu einem Brand in Gebäude mit Menschenleben in Gefahr in die Amtsstraße in den Ortsteil Veckerhagen alarmiert.
Es rückten nach und nach alle fünf Einsatzfahrzeuge aus. Bereits auf der Anfahrt teilte uns die Leitfunkstelle mit, dass mehrere Notrufe eingegangen seien und die Flammen aus dem Dach schlagen würden.
Bei unserer Ankunft befand sich das Feuer auf der Rückseite des Gebäudes im Bereich eines Balkons im ersten Obergeschoss. Hier hatten die Flammen einen aus Holz gebauten Unterstand erfasst und sich über die Dachverschalung einen Weg in das Innere des Dachstuhls gesucht. Von dort fraßen sie sich über die komplette Dachlänge bis in den Giebel vor.
Als Erstmaßnahme klingelten wir die vierzehn Hausbewohner aus zwei Wohnparteien im Gebäude wach und begleiteten diese ins Freie. Die Bewohner wurden durch den Rettungsdienst an der Einsatzstelle gesichtet. Insgesamt kamen drei Personen mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Alle weiteren Betroffenen kamen zur Erstbetreuung im Rathaus nebenan unter.
Den Zugang zu den Flammen verschafften wir uns über den Haupteingang und das Treppenhaus sowie über Steckleitern von außen. Der Trupp im Außenangriff löschte zuerst die Flammen auf dem Balkon und öffnete dann mit einem Einreißhaken die Dachhaut, um direkt an die Brandherde zu gelangen.
Der Angriffstrupp im Innenangriff ging bis in die obere Etage sowie den Spitzboden vor. Dort wurden unter anderem Wandpaneele entfernt, um an die bereits in der Dämmung steckenden Flammen zu gelangen.
Die bei diesem Einsatzstichwort direkt mitalarmierte Feuerwehr Hann. Münden brachte die Drehleiter im Bereich der Mühlenstraße in Stellung. Sie öffneten die Dachhaut im Bereich des Giebels und löschte hier die Flammen ab.
Auch die Feuerwehr Immenhausen - Holzhausen erreichte die Einsatzstelle und blieb vorerst in Bereitstellung an der Bundesstraße stehen. Im Laufe des Einsatzes stellten sie zwei Trupps unter Atemschutz zur Unterstützung der Löschmaßnahmen.
Immer wieder wurde mit der Wärmebildkamera der Brandbereich sowie angrenzende Gebäudeteile kontrolliert. Durch die zügigen Löschmaßnahmen wurde der Brand schnell eingedämmt. Dabei wurde aber kontrolliert und mit wenig Wasser gelöscht, sodass sich bis zum Zeitpunkt des Abrückens von der Einsatzstelle nur wenige Wasserschäden an den Decken und Wänden im Haus zeigten.
Nach zwei Stunden konnten wir die Meldung „Feuer aus“ geben. Eine Brandwache blieb noch bis drei Uhr zur Kontrolle an der Einsatzstelle. In regelmäßigen Abständen wurden die verbrannten Bereiche und angrenzende Wände und Decken auf Glutnester kontrolliert. Da keine weiteren Glutnester gefunden wurden, wurden die letzten Angriffs- und Versorgungsleitungen zurück gebaut und die Einsatzstelle verlassen.
Nach Rückkehr zum Feuerwehrgerätehaus wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und die verschmutzte Kleidung für den Waschgang verpackt. Um vier Uhr konnten die noch verbliebenen Einsatzkräfte den Weg nach Hause ins Bett antreten.
Die Einsatzstelle wurde noch in der Nacht beschlagnahmt und wird am heutigen Donnerstag vom Kriminaldauerdienst untersucht.
Mit uns an der Einsatzstelle waren:
Feuerwehr Hann. Münden
Feuerwehr Immenhausen - Holzhausen
Feuerwehr Hofgeismar mit Abrollbehälter Atemschutz
2 Rettungswagen
1 Notarzteinsatzfahrzeug
Betreuungszug des DRK Fuldatal
Brandschutzaufsichtsdienst
Polizei Hofgeismar
Bürgermeister
Ordnungsamt






